Geleitboot / Fregatte              EMDEN IV                        

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Hans Böhme verstarb am 1. Februar 2011.

Bordinformation 1969 über den Kommandanten der EMDEN:

Der Kommandant

Der Kommandant der Fregatte „EMDEN“ ist Fregattenkapitän Hans Böhme. Er wurde am 15.3.1924 in der thüringischen Stadt Mühlhausen geboren. Er ist verheiratet und hat 2 Kinder. Am 1.6.1942 trat er in die Marine ein und war im Kriege U-Boot-Wachoffizier.

Nach Kriegsende gehörte er zwei Jahre dem Deutschen Minenräumdienst (GMSA) an.
Danach war er bis 1956 Betriebsassistent in Osterode im Harz.

Am 3.9.1956 trat er als Oberleutnant zur See in die Marine ein. Nach vierjähriger Tätigkeit als Kommandant im Schulgeschwader Ostsee wurde er in der Unteroffiziersausbildung und als Personaloffizier der Marineunteroffiziersschule in Plön verwandt. Anschließend war er eineinhalb Jahre Kommandant des Tenders „NECKAR“. Nach einer zweieinhalbjährigen Dienstzeit im Stab der Schnellbootflottille übernahm er am 1.10.1968 das Kommando über die Fregatte „EMDEN“.

 

                                                                                                                           Hans Böhme wurde in der Urnen-Grabstätte "U21" beigesetzt.

Nachruf

Mit Kapitän zur See a. D. Hans Böhme ist ein Kommandant von der Brücke gegangen, der sich der Gemeinschaft der Bordkameraden F221 Fregatte EMDEN IV in besonderem Maße verbunden fühlte.

Die „EMDEN“ war seine dritte Kommandanten-Verwendung in der Bundesmarine. Er hat die damit verbundene Verantwortung und die Aufgaben nach Übernahme des Kommandos sehr ernst genommen. Die Fürsorge für seine Besatzung hatte besondere Priorität. So war es ihm immer eine Verpflichtung, die Rest-Besatzung am Heiligen Abend zu besuchen und an der Weihnachtsfeier teilzunehmen.

Seine besondere Stärke war die seemännische Führung des Schiffes, auch in kritischen Situationen. Widerspruch gegen seine Befehle oder gar Besserwisserei duldete er nicht, da war er ein Kommandant alter Schule. Hatte er jedoch erst einmal Vertrauen gefasst, war er in ordentlicher Form vorgetragenen Vorschlägen durchaus zugänglich und ließ sie dann, mit seiner Autorität versehen, durchführen.

Die Tatsache, dass viele unserer Bordkameraden zu „seiner Besatzung“ gehört haben zeigt, dass er Kameradschaft gefördert und gelebt hat. Im Jahre 2000 nahm Herr Böhme mit seiner Frau erstmalig und letztmalig am einem Bordkameradentreffen in Rostock teil. Unvergessen bleibt, wie er im Veranstaltungshotel in Rostock mit einer Seite und großem Applaus begrüßt wurde. Sein persönlicher Wunsch war es, dass diese maritime Tradition und diese Treffen fortgeführt werden, auch dann, wenn er die Brücke einmal verlassen hat.

Er selbst betonte immer wieder, dass er es damals während seiner aktiven Kommandantenzeit versäumt hat, mehr Kontakt zu den Soldaten an Bord zu halten. Der Tod seiner Frau und eine ernsthafte Erkrankung waren Grund dafür, dass Herr Böhme nicht mehr an den Bordkameradentreffen teilnehmen konnte, was er sehr bedauerte.

Er war sehr gerührt, als er anlässlich des 10. Emden-Treffens in Kelheim im September 2010 persönliche Grüße über Funk an seine Besatzung richten konnte und von seiner Besatzung mit einem großen Beifall und mit einer Seite verabschiedet wurde.

Die Bordkameraden werden ihren Kommandanten in bleibender Erinnerung behalten und trauern um einen allseits beliebten Offizier und Kameraden.

 

Mehr über Hans Böhme im passwortgeschützten Bereich.

 

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Stand: 23. Februar 2017